Syringa vulgaris Sarah Sands

Havemeyers Vermächtnis

Botanische Gärten gibt es ja nun wirklich weltweit. Über ein paar davon habe ich hier auf diesem Blog ja auch schon berichtet: Sei es der tolle Botanische Garten in Nancy, der ja praktisch so etwas wie eine Verbeugung vor der lange Jahre vor Ort ansässigen Züchterfamilie Lemoine darstellt. Oder aber der wunderschöne Botanische Garten in Minsk, zu dem ich ja hier auf diesem Blog eine ganze Bilderstrecke veröffentlicht habe.

Flieder im Familiengarten

Natürlich muss es nicht immer die Öffentlichkeit sein, in der „Lovely Lilacs“ geschaffen werden. Auch in einem privaten Garten können wunderschöne Pflanzen entstehen. Vor allem dann, wenn man die finanziellen Möglichkeiten einer Familie Havemeyer besitzt. Ende des 18. Jahrhunderts waren die ursprünglich aus Deutschland stammenden Gründer der Dynastie, William und sein jüngerer Bruder Frederick Christian in die USA ausgewandert. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte bauten sie und ihre Nachfahren ein millionenschweres Zucker-Imperium auf. Mit dem sie einen luxuriösen Lebensstil finanzieren konnten.

Ein wunderschönes Rot, oder? Sarah Sands ist eine Bereicherung für jeden Garten.

So zum Beispiel eine Residenz in New York, die unter anderem auch durch eine sehr beeindruckende Gartengestaltung von sich reden machte. In diesem Garten wurden einige wirklich tolle Fliedersorten gezüchtet, die auch heute noch von sich reden machen. So zum Beispiel die ΄Sarah Sands΄, eine „Lovely Lilac“ aus dem Jahr 1943, die mit ihren aparten dunkelroten Blüten und einem wunderschönen Duft besticht. Benannt wurde der Flieder – und jetzt wird es ein wenig kompliziert – nach der Schwester der Ehefrau eines der Söhne der Familie.

Die „Sarah“ ist auch eine meiner liebsten Dekorations-Sorten.

Nach der Ehefrau benannt

Bereichert hat die Pflanze den Garten in jedem Fall: Ich kann mir richtiggehend vorstellen, wie die Menschen damals durch den Garten geschlendert sind, an dem Flieder vorbei und eine Zeitlang die Probleme der Welt draußen verdrängen konnten. Wir haben die Pflanze übrigens auch bei uns im Shop. Schauen Sie sich sie doch einmal näher an. Es lohnt sich!

Übrigens stammt ausgerechnet die „Lovely Lilac“, bei der man es vom Namen eventuell am ehesten erwarten würde, nicht aus der Havemeyerschen Zucht, sondern von den sehr rührigen Lemoines: Die ΄Katherine Havemeyer΄- benannt nach der oben schon angesprochenen Schwester von Sarah Sands – ist ja beinahe schon so etwas wie ein Klassiker unter den modernen Fliedersorten. Dabei bietet sie einen Anblick, den man nicht so schnell vergisst: In einem tiefen Rosa eingefärbte Blütenknospen öffnen sich im Laufe der Blüte zu hellrosafarbenen Blüten. Wunderschön!

Ist trotz des Namens nicht originär im Havemeyer-Garten gezüchtet worden: Die klassiche Sorte „Katherine Havemeyer“.

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