Hummel- und Bienenweiden

für den eigenen Garten

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen so geht. Aber ich war schon ein kleines bisschen überrascht, als ich neulich gelesen habe, wie viele unterschiedliche Wildbienensorten es nach wie vor in Deutschland gibt. Mehr als 550 Arten dieser kleinen Einsiedler – in der Regel leben sie nämlich nicht im Schwarm, sondern legen zur Fortpflanzung einzelne Bruthöhlen an – gibt es nach wie vor hier bei uns. Mit so klangvollen und seltsamen Namen wie der Schneckenhaus-Düsterbiene oder der Salzsteppen-Zwergwollbiene.

Weiß, Blau und Gelb bevorzugt

Im Gegensatz zu ihren deutlich bekannteren „Cousins“, der klassischen Honigbiene, sind Wildbienen deutlich wählerischer, was die Pflanzen anbetrifft, die sie zur Nahrungsaufnahme – und damit auch zur Bestäubung – anfliegen. Wenn Sie also eine Bienenweide anlegen möchten, würde ich Ihnen hier nun gerne einige Tipps geben.

Zunächst einmal sollte für alle Bienen – egal, ob Wild- oder Honigbienen – bedacht werden, dass die Tiere Rotblind sind. Rote Blüten werden von ihnen als dunkle Flecken wahrgenommen. Und sind damit deutlich unattraktiver als zum Beispiel weiße, blaue oder gelbe. Diese Farben können sie nämlich erkennen.

Mit dieser erstaunlichen Erkenntnis im Gepäck kann ich anfangen, Ihnen einige Pflanzen zu empfehlen, die sich hervorragend als Bienenweiden eignen. Grundsätzlich fällt dabei bei mir natürlich immer der Begriff „Flieder. Allerdings haben wir in unserem Shop Pflanzen, die sich noch deutlich besser eignen:

Unsere Empfehlungen für eine Bienenweide

Ganz oben steht da zum Beispiel der sogenannte „Schneeball“ – im Fachterminus Viburnum genannt. Wunderschöne Strauchpflanzen, die größtenteils, der Name gibt es ja vor, in einem strahlenden Weiß blühen. Und deren Duft nicht nur die Bienen erfreut! Wenn Sie mehr über die Pflanzen wissen wollen: Ich habe ihnen bereits vor einiger Zeit einen Blogartikel gewidmet. Und auf unserer Webseite haben wir einige wunderschöneSchneeballsorten zum Stöbern zusammengetragen. Da die Pflanzen bis weit in den Juni hinein noch Blüten tragen, sind sie auch ideal dafür geeignet, den Bienen lange eine möglichst „reich gedeckte Tafel“ zu bescheren.

Ein wenig unter gehen in den ganzen Diskussionen um „Bienenweiden“, die in letzter Zeit erfreulich oft in der Gesellschaft geführt werden, ja ein wenig die Hummeln. Völlig zu Unrecht eigentlich, wie ich finde: Bienen werden vor allem bei niedrigeren Temperaturen oft träge – Hummeln nicht. Und sind somit ein deutlich zuverlässigerer „Bestäuber“, als es manche Bienen sein können. Um diese kleinen Pelztiere besser unterstützen zu können, würde ich Ihnen gerne Rhododendren ans Herz legen. Vor allem, wenn darauf geachtet wird, dass verschiedene Arten mit unterschiedlichen Blütezeitpunkten gepflanzt werden, hat man eine geradezu perfekte „Hummelwiese“, die dazu auch noch sehr lange blüht und damit Bestand hat. Probieren Sie es aus!

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